Winter

 

Langsam schneidet das Schwert des Schnees die Berge in Stücke

schickt Schwache hinab und Starke hinaus in den Kampf

 

Eisige Starre fasst alles mit frostiger Faust

wohl dem der noch friert

der noch kämpft

sich noch wehrt

der noch fliehn kann in frostfreie Ferne

 

Langsam wendet der Winter das welkende Blatt

drängt drohend in Deckung

siegt sicher mit stählerner Stärke im Spiel

um Leben und Tod

 

wohl dem der es wusste

der Vorsorge traf

wohl dem der in Demut erduldet

ausharrt

bis Strahlen siegreicher Sonne

die düstere Decke durchbrechen

und Hoffnungen knospen

 

 

(B.N., aus "Urgestein", Bildband von Markus Zeiler;

siehe www.sternathverlag.at)